Athèras

Athèras

Prolog

Ein einzelner Sonnenstrahl fiel durch das Fenster genau auf das Bett. Sanft gekitzelt von der leichten Brise, die durch sein Fenster wehte wurde er wach. Langsam richtete er sich auf und streckte sich. Es war schön angenehm was in dieser Jahreszeit meist nicht der Fall war. Das große Eis sollte bald kommen, doch wie durch ein Wunder schien es warm zu bleiben. „Zerranoun!“ hörte er eine vertraute Stimme rufen. „Zerranoun! Wach endlich auf! Du hast bereits lange genug geschlafen. Also steh auf und mach dich für die Jagd bereit!“ Ach ja! Heute war der Tag der Jagd. Heute konnte er zeigen, dass er bereit war in den Kreis der Jäger aufgenommen zu werden. Langsam setzte er sich auf und stütze sich ab. Er schaute in die Wasserschale, wie jeden morgen: Ein junger, blonder Elf: eben ein durchschnittlicher Elfenjunge. Doch bald würde er das ändern. Bald würde er endlich zeigen können, dass er zu den Erwachsenen gehört. Er war zwar jung, doch fühlte er sich bereit aufgenommen zu werden.

„Beeil dich!“

Er packte schnell sein Essen in die Gürteltasche, schnappte sich seinen Speer und machte sich auf den Weg.

Als er raus marschierte, nahm sein Vater den Speer weg.

„Den wirst du nicht brauchen.“

Verwundert ging er weiter. Er lief in die Richtung des Ältestenkreises, dort, wo alle Jäger und ’Jünglinge’ zur Jagd hingehen.

Varrenoss - die Jagd

Langsam fanden sich alle am Ältestenkreis ein. An alle wurden Speere mit weißen Spitzen verteilt. Damit man wohl besser sieht, wer etwas erlegt hatte, wurde ihnen erklärt. Bald sollte es losgehen und er war ganz aufgeregt. Was, wenn er versagen würde? Dann würde er eben so lange weiter versuchen aufgenommen zu werden, bis er dann endlich als Erwachsener angesehen wurde. Diesen Titel konnte man nur erhalten, wenn man auch ein Jäger wurde. Und das war es, was er sich schon so lange erwünscht hatte.

Als sich alle eingefunden hatten, erhoben sich die Jäger und ’Jünglinge’. Zerranoun zitterte ein bisschen, wie der größte Teil der ’Jünglinge’. Doch auch einige der Jäger schienen auch Angst zu haben. Oder war es Respekt? Aber wovor?

Da erhob sich der Älteste: „Wie ihr gehört habt, sind die gehörnten Kreaturen wieder da!“ Einige Schneeflocken rieselten hinunter. „Sie sind eine Art Teufel, doch ihr Fleisch ist saftig! Aber es gab so manche Opfer durch ihre Hörner. Und ich schwöre, sie werden nicht ungerächt bleiben!“ Von allen Seiten hörte man ein lautes Jubeln. Aber was für Kreaturen würden dies sein?

„Und nun erhebt euch, junge und erfahrene Jäger, und tötet diese Tiere!“


Alle erhoben sich und zogen in Richtung Wälder. Er schätzte dass ungefähr 80 Jäger und 50 Jünglinge da waren. Er hoffte, dass genügend davon da waren, von diesen gehörten Tieren.

Hörner von den beiden Außenposten des Dorfes erklangen. Dies eröffnete die Jagd. Alle teilten sich in die verschiedenen Richtungen auf. Bei der Suche traf Zerranoun auf die verschiedensten Tiere: riesige Spinnen und Insekten, merkwürdige Vögel und auf eine Schlange, die sogar Beine hatte. Dieser Wald war schon verwunderlich im Gegensatz zu den anderen Wäldern, im Süden des Dorfes.

Zerranoun entdeckte nach einigen Minuten der Suche eine Lichtung, wo ganz ganzes Rudel hauste. Ruhig grasend standen sie dort herum. Eine falsche Bewegung, und sie alle würden aufschrecken. Sie hatten ein zotteliges Fell, doch man sollte sich vor den Hörnern in Acht nehmen: Sie hatten zwei und diese teilten sich in der Mitte auf. Und sie schienen verdammt spitz. Aber ob sie wirklich so waren wollte er nicht unbedingt herausfinden. Jetzt würde er sich erstmal seinen Titel holen. Er holte aus, doch dann stolperte er. Es schien für ihn wie in Zeitlupe zu sein. Als er sich aufrüttelte, sah er diese Tiere nur weglaufen. Da kamen einige der anderen Jäger zwischen den Bäumen hervor.

„DU HAST SIE VERTRIEBEN! TOLL GEMACHT!!!“

„Bleib ruhig, er ist noch ein Jüngling.“

„Aber wie kann man denn nur tölpelhaft sein und stolpern?!?!“

„Es war ein Versehen…“ versuchte Zerranoun zu erklären. Wie konnte das nur passieren?!?! Er stand doch fest!

„Versehen oder nicht, dies gehört bestraft!“

Ohne Widerrede wurde er aus dem Wald geschliffen.

Sie brachten ihn zu dem Ältesten, der über ihn richten sollte. Todesstrafe kam wohl nicht für ihn in Frage, dies wurde nur bei Jägern die etwas richtig falsch gemacht hatten vollzogen. Jedoch wurde häufig dann eine Jagd veranstaltet: auf den, der schuldig machte.

Und so war es auch in diesem Wald. Es wurde ihm ein Vorsprung von 5 Minuten gelassen. Er rannte so weit er konnte in den Wald, was auch zu reichen schien. Er hörte niemanden. Er wartete auf der Krone eines Baumes bis es dunkel wurde. Dann kletterte er hinunter, da es doch ziemlich unbequem dort oben war. Er lief umher bis er eine geeignete Stelle zum schlafen fand.

Plötzlich wachte er auf. Er hörte jaulen um sich herum. Er blickte auf und sah etwas, woran er nicht gedacht hatte: ein Rudel Wölfe. Langsam kroch er nach hinten. Sie kamen immer näher. Als er da nach hinten fasste, verlor er den Halt und fiel einen Schacht hinunter.

Korenúa - die verborgene Stadt

Langsam rüttelte er sich wach. Hatte er nur schlecht geschlafen? Aber warum war er in einer Höhle?

„Auch schon wach?“ fragte eine etwas gereizte Stimme.

Er blickte sich um. Er hatte wohl doch nicht geschlafen. Neben ihm saß eine Person, er konnte bloß noch nicht erkennen, wer oder was da sprach.

„Noch nie eine Dunkelalbin gesehen oder was?“ fragte sie ein wenig amüsiert. „Kein Wunder, der größte Teil lebt weit entfernt. Doch nun, erzähl über dich damit ich weiß, ob du das Leben überhaupt verdienst!“

Und so erzählte er ihr, was und warum er wohl hier gelandet ist.

„Ich hatte dich heute Morgen bei der Nahrungsbeschaffung gefunden. Durch dich ist eines der Poserta bezwungen worden, da du glücklicher weise auf eines fielst. Das war ein Glücksfall für mich, da ich vielleicht ansonsten ohne Nahrung zurückkehren musste.“

„Poserta? Was ist das?“

„Posertas sind Tiere mit Hörnern. Nicht jeder kann sie fangen.“ Dabei musste sie lachen. Innerlich schämte sich Zerranoun dabei. Er hatte ja ein ganzes Rudel verschreckt. „Naja, wenigstens hatte ich mit den anderen genügend von denen heute gefunden. Manchmal hat man Glück mit der Jagd und manchmal sie sie wie vom Erdboden verschwunden.“

„Warte mal, du sagtest, die anderen?“

„Ja, merkwürdig wie viele verschiedene Rassen hier auflaufen. Ein Zwerg mit einem kleinen Gnom, ein Mensch und ein Goblin, der aber nicht wirklich eine Gefährdung für uns ist.“

Zwerge und Händler hatte er schon einmal gesehen. Und Menschen auf einem Markt auch. Sie zogen regelmäßig bei ihnen vorbei. Doch mit dem Wort Goblin konnte er nichts anfangen.

„Ein Glück das wir die selben Sprachen sprechen. Wir mussten dem Goblin erst unsere Sprache beibringen. Und das ist ein wahres Kunststück.“

„Ähm, was ist ein Goblin?“ Verwundert starrte sie ihn an.

„Du weißt wirklich nicht was ein Goblin ist, stimmts?“ Er schüttelte den Kopf. „Ein Goblin ist… es ist ein kleines Wesen. Fast so groß wie ein Gnom. Aber meistens sind sie wild. Und außerdem sind sie manchmal angriffslustig.“ Interessiert hörte er ihr zu. Sie erzählte ihm sehr viel, sodass gerade mal die Hälfte von alldem hängen blieb.

„Du hast Hunger, stimmts?“

Zerranoun nickte nur.

„Dann komm mit! Wie war noch mal dein Name?“

„Zerranoun, er war Zerranoun.“ Sie reichte ihm den Wasserschlauch. „Danke“

„Meiner ist Gulaithrenai. Und wenn wir erstmal angekommen sind, kann ich dir etwas Vernünftiges anbieten.“ Und wie gesagt, so getan. Als sie ankamen wurde er von dem Gnom, dem Zwerg, dem Mensch und dem was sie wohl Goblin nannten beäugt. Alle liefen in Alltagskleidung herum außer der Goblin. Ihm wurde wohl ein Tuch umgebunden, so, wie der Knoten war. Der Goblin war blau und hatte strahlende, grüne Augen. Außerdem konnte man seine Reißzähne sehen, die er wahrscheinlich zeigte um Eindruck zu schinden.

Auch hier wurde er wieder nach seiner Geschichte gefragt. Alle folgten ihm gespannt und nickten nachher.

„Dasselbe ist uns allen passiert. Zumindest ungefähr.“ Sagte er verlegen. „Das ist unser Zuhause!“ Er deutete auf eine Höhle mit einem Tuch, das davor hing. Als sie in ihr saßen sagte Îomes, der Zwerg: „Bedien dich!“ Und das tat er auch.

Nachdem sie alle satt waren, erzählten sie ihm von der Umgebung hier. Es ist eine unterirdische Stadt, die er meiden sollte. Dort sollten schlimme Kreaturen hausen. Schlimmer als die Poserta. Und dann würde er bestimmt nicht dorthin gehen! Doch eine gewisse Neugier schien in ihm geweckt geworden zu sein.

Als sich alle zum schlafen wanden und Zerranoun noch ein wenig in Gedanken versunken vor sich hingrübelte merkte er, wie etwas an seinem Hemd zog. Es war Gulaithrenai, die Dunkelalbin die ihn erst rettete. Sie war so dicht zu ihm gekommen, ohne dass er es gemerkt hatte. Er konnte sie kaum erkennen obwohl sie eine helle haut hatte, weißer, als er je gesehen hatte, doch ihre Augen und ihre Haare waren schwarz wie dich Nacht.

Leise flüsterte sie ihm ins Ohr: „Folge mir!“

Ohne sich überhaupt geistig im klarem zu sein folgte er ihr leise. Er wollte eigentlich schlafen doch sein Körper gehorchte ihm nicht mehr. War es Magie oder…? Plötzlich schlief er ein, obwohl er noch spürte wie er lief.

Als er die Augen aufriss saß sie auf einem Stein vor ihm.

„Ich wollte dir die Umgebung zeigen.“ Sagte sie schlicht, als würde er eine Entschuldigung verlangen. Plötzlich rutschte sie nach hinten und er hörte ein platschen. War dort etwa ein See? Ist sie tatsächlich dort hinein gesprungen?

Er lief dorthin, wo sie ungefähr aufgekommen sein müsste. „Hier drüben!“ hörte er sie rufen. Er blickte hinüber und am anderen Ufer stand sie, triefnass. Plötzlich tauchte ein dunkler Schatten hinter ihr auf. Sie stieß einen schrillen Schrei aus und Zerranoun sprang in den See und fing an zu schwimmen. Als er merkte, dass das schreien von Gulaithrenai aufgehört hatte machte er sich Sorgen. Als er ankam konnte er weder sie, noch das andere sehen. Am Boden waren jedoch Tropfen die eine gute Spur darstellten.

Er folgte ihnen bis er an einem Gebäude stand. War er etwas in…? War er in Korenúa? Plötzlich blickte er hektisch um sich. Ist hier irgendetwas? Er hörte keinen laut. Also schlich er weiter hinter der Spur her. Er folgte der Spur in ein riesiges Gebäude, was früher ein Tempel gewesen sein könnte. Plötzlich verlor er die Spur. Er entschloss sie auf eigene Faust zu suchen. Es schien, als seien bei all den Räumen alles Leben ausgehaucht worden zu sein. Dann hielt er in dem größten Raum: eine riesige Art von Gottesanbeterin schien Gulaithrenai in den Klauen zu halten. Verzweifelt suchte Zerranoun nach etwas, womit er es töten konnte oder zumindest Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Er nahm eine der Fackeln, ein Speer mit einem Leuchtsteinen oben drauf, und warf ihn. Glücklicherweise traf er wohl einen schwachen Punkt der Panzerung des Insekts, sodass es in sich sackte, während die Fackel noch steckte.

Zerranoun eilte zu Gulaithrenai um nach ihr zu sehen. Sie schien in Ordnung zu sein. Das war knapp, dachte er sich. Da viel ihm etwas ins Auge: Ein Buch lag auf einem Podest mitten in dem Raum.

Langsam wachte Gulaithrenai auf während Zerranoun sich das Buch ansah.

„Schnell, wir müssen gehen!“ sagte sie anscheinend vollkommen unberührt, dass sie fast gestorben wäre und Zerranoun sie gerettet hatte. Zerranoun packte sich das Buch und lief ihr nach.

Tjugai – Das mysteriöse Buch

Sie rannten weiter bis sie endlich die Höhle erreichten. Und dort wurden sie bereits erwartet.

„Wo wart ihr?“ fragte Îomes. Neben ihm standen Julm, der Goblin und Tjerut, der Gnom.

„Wir waren…“ fing Gulaithrenai an.

„Sie zeigte mir die Umgebung und wurde von einer riesigen Gottesanbeterin gepackt. Ich folgte ihr bis Korenúa…“

„Nach Korenúa?!?! Habt ihr vergessen was es dort gibt?“

„Ich hatte keine andere Wahl, sonst wäre Gulaithrenai wahrscheinlich bereits tot. Im Tempel fand ich außerdem dieses Buch.“ Er zeigte es Îomes, der ihn erschrocken ansah.

„Ihr wart mitten im Tempel?!?! Ihr habt riesiges Glück das SIE nicht da waren.“

„Sie?“

„Ach ja, du bist ja noch nicht lange hier unten. In dem Tempel ist die Brutstätte dieser Kreaturen. Und ihre Königin benutzt eigentlich immer die Leiber jener, die sich dorthin verirren um ihre Brut in ihnen abzulegen.“ Zerranoun musste schlucken. Îomes erzählte weiter über die Geschichten oder jenem, was sie selbst sahen.

Als dann Ulmâ, der Mensch, von der Jagd zurückkehrte. Ulmâ sah nur wie sie alle gemeinsam das Buch anstarrten.

„Was ist denn hier los?“

„Sie waren in Korenúa…“

„Was? In Korenúa? Und was ist mit dem Buch?“

„Das kommt auch von da…“

Plötzlich klappte das Buch wie von Geisterhand auf. Die Seiten blätterten um, ohne dass jemand sich regte. Dann stoppte es, eine bestimmte Seite blieb aufgeschlagen. Vorsichtig guckte Zerranoun in das Buch hinein. Dort war etwas in einer Sprache, die er nicht lesen konnte.

„Kann das einer von euch lesen?“

Alle schüttelten den Kopf.

„Vielleicht kann es der Weise sagen?“ schlug Îomes vor.

„Der Weise?“

„Ja, es ist ein weiterer der hier unten fest sitzt. Jedoch hatte er sich hierhin zurückziehen wollen!“

„Jedoch ist er auch in Fällen wie diesen praktisch.“ Ergänzte Gulaithrenai.

Mürrisch gab sich Îomes zufrieden. Er war wohl noch gereizt das sie in Korenúa waren. Vielleicht hätte ihnen etwas folgen können.

Und genau in diesem Moment hörte man ein leises knacken, als würde ein Knochen zersplittern. Aufgeschreckt starrten alle zu dem Tuch, was die Tür darstellen sollte. Es bewegte sich ruhig als wäre dort eine leichte Brise. Doch da unten gab es keinen Wind.

Etwas kratzte an die Wand. Das Geräusch war unerträglich. Die sechs hielten sich die Ohren zu. Ulmâ konnte jedoch ein aufstöhnen nicht unterdrücken.

Nun sah man dünne Arme oder riesige Fühler an dem Tuch vorbei ragen. Es spielte sich eine große Shiluette hinter dem Tuch ab.

Vorsichtig guckte Îomes, der am nahesten an dem Eingang stand, an dem Tuch vorbei. Erleichtert atmete er auf.

„Und, was ist es?“ fragte Ulmâ.

„Nur so eine Art riesiger Tausendfüssler. Und seine Beine schaben wohl an der Wand, wenn er sie berührt.“

„Doch nun lasst uns essen!“ schlug Ulmâ vor. Nachdem diese Worte ausgesprochen waren, knurrte Ulmâs Magen, als würde er zustimmen.

Nach einer Weile fragte Zerranoun: „Und, wann gehen wir nun zum Weisen?“

„Gedulde dich!“ sagte Tjerut. „Wir sind noch am Essen und mit leerem Magen kann man keine Abenteuer bestehen.“ Er grinste.

 

Marfesto – Der Weise

Nach der köstlichen Mahlzeit, dem Poserta, machten sie sich auf den Weg. Es schien für Zerranoun endlos. Die Höhlenwände glichen sich und Zerranoun wunderte sich schon, ob sie nicht im Kreis liefen.

„Laufen wir nicht im Kreis? Hier sieht alles gleich aus wie die Stelle wo wir vor fünf Minuten waren…“

„Ja, wir laufen im Kreis. Und ja, es ist so beabsichtigt!“

„Aber warum?“

„Es ist eine Art Ritual. Wir wissen nicht wo er sich aufhält, und wenn wir hier im Kreis laufen, spürt er es. So nehmen wir Kontakt mit ihm auf!“

Zerranoun empfand es zwar als eine merkwürdige Art der Kontaktaufnahme, aber wenn sie es so sagten, musste es ja auch schließlich so sein. Nach einigen Minuten des im Kreise Laufens tauchte eine Rauchwolke wie aus dem Nichts auf. Leicht torkelnd und hustend kam eine Person auf sie zu. Ulmâ lief auf ihn zu und schlug sanft auf seinen Rücken.

„Geht’s wieder?“

„Ja ja, schon gut. Aber bitte unterlasse dieses auf den Rücken klopfen, ich bin gebrechlich!“

Schnell zog Ulmâ seine Hand zurück.

„Ah, wie ich sehe ist hier ein neues Mitglied!“ sagte er vergnügt.

„Ja, dass ist Zerranoun. Er ist erst vor einem Tag zu uns gestoßen.“

„Nun denn. Und, warum habt ihr mich aufgesucht?“

„Es geht um dieses Buch…“ Îomes hielt ihm das Buch hin.

„Was in Gottes Namen habt ihr an diesem verfluchten Ort getrieben?!?!“

„Es war so: Gulaithrenai hatte mir die Umgebung gezeigt, doch eine riesige Gottesanbeterin hat sie nach Korenúa verschleppt. Als wir dann geflohen sind, nahm ich dieses Buch mit.“ erklärte Zerranoun.

Man hörte den Weisen laut atmen. Als Zerranoun genauer hinschaute, sah es so aus, als ob er schlafen würde.

„Ich glaube er schläft….“

Nun sahen alle genauer hin.

„Tatsächlich!“ grinste Îomes. Er klatschte laut in die Hände, was jedoch keine Wirkung hatte. Er pfeifte laut, doch auch das wirkte nicht. Er überlegte was er machen sollte und hatte eine etwas eklige Idee. Er befeuchtete die Finger und wollte sie gerade in de Ohren stecken, da wachte er auf und sagte: „Wo waren wir stehen geblieben?“

Schnell zuckte Îomes zurück.

„Ach ja, dass Buch!“ Der Weise nahm das Buch an sich und schlug die erste Seite auf. Seine Pupillen weiteten sich. Wie durch Zauberhand blätterten die Seiten wie im Fluge um und als es am Ende war klappte das Buch zu. Der Weise fiel ohne ein Wort zu sagen um.

Sie warteten einige Zeit neben bis er wieder aufwachte. Seine Pupillen waren immer noch geweitet, wie von Schreck. Er wollte etwas sagen, doch er brachte kein Wort heraus. Als er endlich ein Wort fand, sagte er: „Wir sind in Gefahr…“

„Warum sind wir in Gefahr?“ fragte Gulaithrenai.

„Ich weiß es nicht. In dieser geistigen Trance habe ich nur herausgefunden, wie man es verhindert…“

„Und wie?“

„Es geht so…“ Plötzlich schlief der Weise wieder ein.

„Nicht schon wieder!“ sagte Gulaithrenai gereizt. Sie lief langsam und ruhig auf ihn zu und holte aus um den Weisen einen Schlag zu verpassen. Keiner machte Anstalt, auch nur etwas dagegen zu machen. Kurz bevor die Faust den Weisen getroffen hätte, hielt er ihren Schlag zurück. Es war schon ungewöhnlich, dass ein älterer Mann fast ohne Mühe einen Schlag mit Schwung einer jüngeren Person einfach stoppte.
„Nimm mich nicht so leicht, Jüngelchen!“ sagte er mit ein wenig gereizt. Verwundert zog Gulaithrenai ihren Arm zurück.

„Das klappt bei ihm nicht.“ Kommentierte Ulmâ.

Schief grinsend sprach Marfesto: „Es gibt drei besonders große Städte hier im Unterirdischem Balgu.“

„Was ist Balgu?“ fragte Zerranoun.

„Balgu, so heißt dieses Tal. Doch nun lass mich ausreden. Also: In jedem dieser drei Orte ist eine starke Energiequelle. Sie soll in irgendeinem Gegenstand oder einem Artefakt auftreten. Jedoch sollen sie alle etwas Ähnlichkeit vom äußerem haben, die Energiequellen. Und hier in Poserta soll es irgendwo einen Sockel geben, wo sie hinein müssen.“

„Und weiter?“ fragte Îomes.

„Nichts weiter, weiter weiß ich auch nicht.“

„Wie, du weißt nicht weiter?!?! Du hattest es doch vor den Augen?“

„Ich weiß es aber trotzdem nicht!“ erwiderte er wie ein beleidigtes Kind.

„Das bringt uns aber nun nicht weiter…“ versuchte es Zerranoun. „Wir sollten sie einfach sammeln und sehen was geschieht. Oder wie ist eure Meinung?“

„Naja, ich weiß nicht…“ sagte Julm.

„Bist du denn nicht Neugierig was geschehen wird, wenn wir sie benutzen?“

Darauf wusste er auch keine Antwort.

„Also gut, dann werden wir sie sammeln! Aber nun habe ich eine Frage: WO ZUR HÖLLE IST DER WEISE PLÖTZLICH HIN?!?!“ forderte Îomes zu wissen.

Tatsächlich, er war verschwunden.

Lorfutes- Die Suche

Ulmâ holte eine Karte heraus. Er sagte, er habe sie während seinen Erkundungsgängen und der Jagd angefertigt. Dort waren auch die Orte verzeichnet. So war es ein Leichtes sich in diesem Labyrinth von Gängen zurecht zu finden. Misfalloß, eine der drei Städte, von denen der Weise sprach war ihr erstes Ziel. Zerranoun machte sich Gedanken über die Gegenstände: Wie mochten sie aussehen? Und was war wohl ihr Zweck? Aber warum kümmerte sie das? Vielleicht hätte das auch nur Auswirkungen auf die Oberwelt. Und warum sollten sie diese schützen?

Da dachte er an seine Freunde, seine Eltern, sein Leben insgesamt an der Oberfläche. Nein, er musste es schützen, um seiner Freunde und seiner Eltern willen.

Nach einigen Stunden Wanderung und ohne eine Art von schlimmen Zwischenfall, was eigentlich fast regelmäßig wäre, wie Ulmâ sagte, erreichten sie die Stadt. Sie war eine einzige Ruine. Es standen nur halbe Gebäude, falls sie nicht schon längst zusammengekracht waren. Zerranoun hörte ein leises Knacken von rechts. Doch als er dort hinsah, erblickte er nichts. Also ging er ungestört weiter mit den anderen.

Nachdem sie einige Zeit weiter durch die Ruine gezogen sind, hörte Zerranoun erneut ein Knacken. Diesmal war er sich sicher und als er dort hinblickte, sah er noch den Schatten einer Person. Doch es war zu spät um gucken zu gehen. Er wink sie zu sich um sie zu informieren, dass sie nicht allein waren.

Sie fingen an, ihre Umgebung genauer zu betrachten. Zerranoun versuchte, sich unauffällig in ein kleineres Loch, um zu versuchen, den Verfolger zu überraschen. Und es klappte: Ein Ork lief langsam an ihm vorbei. Als sie ihn wahrscheinlich nicht mehr wahrnehmen konnte, schlich er sich hinter ihr, und hielt ihr seinen Dolch gegen die Kehle. Sie merkte wohl nicht, dass es stumpf war, aber ein Schnitt könnte trotzdem lebensbedrohlich sein. Der Ork entpuppte sich jedoch als Orkin. Beschämt wich Zerranoun zurück da er sie an ihrem Brustkorb festgehalten hatte. Nun kamen auch die anderen, um zu gucken, ob er auch den Verfolger aufgehalten hatte. Als sie ankamen und guckten, war dort eine etwas peinliche Stille. Die Orkin hatte im Gesicht eine Farbe, die wohl heißen sollte, dass es ihr peinlich war und Zerranoun starrte einfach nur auf die Füße, jedoch mit einem knallrotem Gesicht.

Gulaithrenai í unterbrach die Stille und sagte: „Warum bist du uns gefolgt?“

Die Orkin war wieder bei der Sache und zückte das Messer. Sie war wohl nicht gewillt, über ihr Vorhaben zu sprechen. „Sag es! Oder müssen wir zur Folterung übergehen?“ Auch da schien sie nicht zu Reagieren. Obwohl hier Zerranoun wahrscheinlich bereits aufgegeben hätte. „Also schön, warten wir bis sie endlich spricht…“ Dann schien sie endlich etwas sagen zu wollen.

„Ich und mein Rudel, wir suchen das Böse, was momentan umherstreift.“

„Das Böse?!?!“

„Mit dem Bösen meine ich die Kreaturen, die Unruhe stiften und die, plötzlich auftauchten und an die Oberfläche kommen.“
„Du meinst, es gibt einen Weg nach oben?“

„Ja natürlich! Was meinst denn du, wie diese Kreaturen an die Oberfläche kamen, und die Umgebung terrorisieren?“

„Und… sind die Elfen auch davon betroffen?“

„Ich würde darauf wetten.“ Sagte die Orkin anscheinend ohne jegliches Gefühl.

„Und was ist mit deinem Trupp?“

„Du meinst mein Rudel. Sie sind in der Gegend und werden euch bald bestimmt finden!“ Es sah wie ein Bluff aus.

„Und warum warst du nicht bei ihnen?“

„Da…“ Man hörte ein leises Knacken. Die Orkin schluckte.

„Ich glaube, wir machen in einem etwas sicherem Ort weiter…“ sagte Îomes

Sie gingen in ein etwas abgelegenes Gebäude, das noch einigermaßen stabil zu sein schien, um die Befragung fortzuführen.

 „Also was ist nun genau los? Wir haben erfahren, dass es irgendetwas böses gibt, dass kommen wird. Außerdem haben wir erfahren, wie es vermutlich zu stoppen ist. Aber…“
„Ihr wisst, wie man diese Kreaturen stoppt?“

„Wir sind die, die hier die Fragen stellen. Also was für Kreaturen sind das?“

„Nun ja, diese Kreaturen sind vieles, und eins kann ich euch sagen: nichts Gutes.  Sie sind das pure Böse. Sie sind, als ob sie nur zum töten erschaffen wurden. Deswegen wurde ich mit meinem Trupp ausgesandt, um diese Kreaturen zu stoppen.“

„Und wo ist dein Trupp?“
„Ich weiß es um ehrlich zu sein nicht. Vielleicht sind schon alle tot. Ich würde es diesen Kreaturen zutrauen.“ Es zeigte sich kein Interesse an ihren vielleicht verstorbenen Kameraden in ihrem Gesicht. Es war wie versteinert. Zerranoun war entsetzt, obwohl er auch daran dachte, dass der Trupp zu einem Problem hätte werden können.

Dann war dort ein lauter Schrei. Die Orkin blickte auf. „Das war einer meiner Kameraden…“

Zerranoun konnte es nicht mehr aushalten. Der Schrei schien etwas in ihm ausgelöst zu haben, was er nicht kontrollieren konnte. Es war, als würde er gesteuert werden, von einer fremden Macht. Er sah aus wie eine Klaue, sie sah aber mehr aus wie eine Schere, die etwas in ihr hielt. Rote Flüssigkeit rann hinunter. Als er es genauer betrachtete sah er, dass es ein Ork war. Unter ihm lag ein Bogen, der durch das Blut rot gefärbt zu sein schien. Zerranoun streckte die Hand aus und wie durch Zauberei kam Bogen mit dazu gehörendem Köcher in seine Hand geflogen. Voller Hass legte er einen Pfeil an die Sehne an und der Pfeil färbte sich schwarz. Er schoss den Pfeil der überdurchschnittlich schnell flog genau in das Gelenk des Unbekannten Wesens. Es schrie auf, dass sich wie der Schrei eines wilden Tieres anhörte. Man hörte nur das Stampfen dieser Kreatur. Dann bemerkte er, dass etwas hinter ihm war. Er spürte es, doch als er sich umblickte sah er jedoch nichts. Er schoss, ohne es kontrollieren und traf etwas. Augenblicklich sah er dort einen Ork der durch einen Mantel unsichtbar zu sein schien. Langsam sackte der Ork auf die Knie, dann fiel er endgültig zu Boden. Doch er bemerkte, dass er nicht ihn traf, sondern eine andere Kreatur. Und es ragte nicht sein Pfeil durch den Körper des Orks, sondern die Klaue einer jenen Kreaturen. Dadurch wurde die Kreatur verängstigt und floh.

Er sah der Ork etwas zu sagen versuchte, doch er verstand nur ein gluckern. Der Ork spuckte Blut während ein das Blut weiter auf den Boden sickerte. Dann schloss der Ork seine Augen und sein Finger deutete auf etwas hinter ihm. Zerranoun blickte hinter sich und wie eine weitere Kreatur hinter ihm war. Es schien jene zu sein, die er mit dem Bogen traf. Doch er bemerkte, dass er nur die 2 Pfeile hatte und es schien sein ende zu sein. Er rollte sich nach hinten und gelangte so hinter die Kreatur. Er streckte die Hand aus und versuchte das Schwert, dass der inzwischen verstorbene Ork trug heran zu ziehen. Und es klappte: Das Schwert raste in den Körper der Kreatur und blieb stecken. Betäubt vom Schrei der Bestie sackte Zerranoun auf die Knie. Dann wurde alles schwarz um ihn.

Als er erwachte saßen alle um ihn herum. Die Orkin war nicht mehr gefesselt. Er wollte sich aufrichten, knickte aber wieder ein.

„Ruh dich erstmal aus. Du hast, auch wenn du es vielleicht nicht weißt Magie verwendet.“

Magie? Er hatte schon einmal versucht Magie zu verwenden, doch es schlug fehl.

„Hast du schon einmal geübt?“ Er nickte. „Hat es den geklappt?“ Er schüttelte langsam den Kopf. „Dann ist das wohl ein kleines Wunder, denn Magie ist normaler Weise angeboren. Doch gibt es Einzelfälle, wo das nicht der Fall ist. Jene sind meistens magisch stärker begabt als andere.“ Erklärte eine Stimme. Inzwischen konnte Zerranoun nicht mehr zuordnen welche dies war. Und sehen konnte er es auch nicht, er war einfach zu erschöpft. „Unsere Gulaithrenai kann nämlich auch Zaubern. Vielleicht kann sie dich ja mal unterrichten. Nun denn, die Orkin hat sich uns angeschlossen im Willen, die Kreaturen aufzuhalten. Wir wären bereit zu helfen, du auch?“ Er nickte langsam. „Also schön, dann ist es entschieden. Und nun, ruh dich auch. Wir bringen dich an einen sicheren Ort.“

Als er endlich aufwachte fand er sich in einem Raum der ganz stabil zu sein schien. Er war allein. Dann tauchte eine Gestalt auf, die wie ein Schatten aussah auf. Sie bewegte sich nicht wirklich, sie schien sich von Stelle zu einer anderen Stelle ohne Schritte zu Zaubern. Mit dunkler Stimme sagte sie: „Nun, Zerranoun. Bald wirst du merken warum du zu dem Zeitpunkt dich nicht kontrollieren konntest. Ich bin die Zeit, alles und nichts. Und bald wird die Zeit zeigen, was dir wirklich bevorstehen wird.“ Er konnte zwar das Gesicht nicht sehen, glaubte aber dennoch, dass das Etwas grinsen würde. Die Gestalt richtete die Hand auf ihn und plötzlich fiel er in Ohnmacht.

Er wachte wieder auf. Doch diesmal schien es real zu sein. Um ihn herum saßen Îomes, Gulaithrenai, Ulmâ, Julm, Tjerut und die Orkin mit besorgten Mienen.

„Er ist aufgewacht!“ sagte Îomes. Gulaithrenai strahlte während der Rest einfach nur erleichtert war.

„Danke.“ Sagte die Orkin langsam. „Danke, dass du meine Gefährten rächtest…“
Er wollte ihr erklären, dass er es zwar nicht mit Absicht tat, sondern eher wie eine Marionette handelte, aber es war wohl viel zu komplex und er ließ es einfach bleiben.
Da erklärte Îomes: „Wir hatten uns zuerst gewundert warum du dies tatest, aber es schien, als würdest du unbedingt dem Schrei folgen um herauszufinden, was dieses Böse ist. Naja, und offensichtlich hast du es nun rausbekommen. Die Orkin die Krel’tharak hat sich bereit erklärt uns zu helfen das zu stoppen damit sie ihren Clan, der nun fast ganz ausgelöscht wurde zu rächen.“ Krel’tharak nickte langsam.
„Und, bist du bereit zum suchen?“ grinste Ulmâ.
Langsam versuchte Zerranoun sich aufzurichten. Er schaffte es aber nur aufrecht zu sitzen.
„Lasst uns besser erstmal essen, damit nicht nur Zerranoun, sondern auch wir wieder zu Kräften kommen, nach der Reise.“ Sagte Gulaithrenai. Dies war ein Wort: Als sie das Essen aus ihrer Tasche holte saßen bereits alle gierig um sie herum, da seit dem Anfang der Reise keine Pause gemacht wurde.
Als sie fertig wachen fingen sie an zu suchen. Es schien, als wären all diese Kreaturen von dem Ort verschwunden. Vielleicht war es, weil Zerranoun eine besiegte. Aber Zerranoun fühlte, dass da irgendetwas anderes war. Es war, als wäre dort noch ein größeres Übel. Nach einigen Stunden der Suche trafen sie sich. Dann bemerkten sie, dass Tjerut nicht da war. Sie entschlossen sich in dem Bereich zu suchen, wo er eingeteilt wurde. Dann hörten sie einen Schrei. Sie rannten in die Richtung und sahen nur, wie er von einigen großen Spinnen umzingelt war. Er war in einem Netz und sie waren bereits dabei, ihn in einen Kokon zu verwandeln. Gulaithrenai murmelte einen Zauberspruch und plötzlich fielen die Spinnen einfach um. Dann krochen sie schnell davon. Inzwischen war nur noch Tjeruts Kopf zu sehen.
„Wie wäre es denn mal, wenn mich jemand mal befreit.“ Doch dann bemerkten sie, warum die Spinnen vielleicht tatsächlich weg gekrochen waren. Eine viel größere Spinne war dort. Sie war 5-mal so groß und man konnte richtig sehen, warum Spinnen von manchen so gefürchtet waren. Sie bewegte sich genau auf den zappelnden Tjerut zu, der sie anscheinend bemerkt hatte. Doch das zappeln schien sie nur noch mehr anzulocken. Als sie ihn fast erreichte schoss Ulmâ einen Pfeil ab. Es schien sie zwar abzulenken, jedoch war keine Wunde zu sehen. Die Spinne jedoch kroch nach einigen Sekunden der Beruhigung wieder auf Tjerut zu. Gulaithrenai murmelte einen Zauber doch kurz bevor sie ihn anwandte sagte Îomes: „Nein, du könntest auch Tjerut damit verletzen.“ Gulaithrenai stoppte Augenblicklich. „Ulmâ, wir greifen es jetzt gemeinsam mit unseren Waffen an, alles klar?“ Ulmâ nickte. Ulmâ zog sein Schwert während Îomes eine Axt zur Hand nahm. Julm fletschte die Zähne als wäre er bereit, dass Spinnennetz durchzubeißen. Dann schrie Îomes: „Los!“. Gemeinsam stürmten sie los um da Ungetüm zu töten und Tjerut zu befreien. Doch sie schafften es gerade mal die Spinne abzulenken. Währenddessen biss Julm Tjerut frei und zog ihn weg.
Zerranoun wunderte sich wo die Orkin war doch als er sich umdrehte sah er etwas, was nicht gerade sehr praktisch bei der Befreiungsaktion war: Dort waren einige der kleineren Spinnen die versuchten Krel’tharak zu fangen. Doch die Orkin trat sie einfach platt. Dann sagte sie: „Könnte mir mal jemand behilflich sein?“ Zerranoun nahm das Schwert des Orks, was er im Kampf gegen die unbekannten Wesen benutze und schlug nach den Spinnen. Einige konnte er zu Brei schlagen bevor sie seine Beine mit ihren Fäden einspannen. Währenddessen bemerkte Zerranoun, dass Îomes und Ulmâ aufgegeben hatten gegen die Riesenspinne zu kämpfen. Sie liefen nur in ihre Richtung um mit Tjerut einen sichereren Platz zu erreichen. Doch dann fiel auf, dass die große Spinne verschwand. Auch die kleineren liefen weg. Als dies vor wenigen Minuten geschah kam ein größeres Übel. Was sollte dann jetzt erst kommen?!?! Da fiel ihm ein, dass diese unbekannten Kreaturen immer noch da waren. Er hatte nur eine getötet. Es konnten dort durchaus mehr sein als bloß die zwei. Doch sie schienen Glück zu haben, dachte er. Ein Trupp Goblins, ein sehr großer Trupp, näherte sich ihnen. Doch dann richteten sie ihre Speere auf sie und umzingelten sie.
Sie wurden in das Lager der Goblins gebracht, wo sie in Holzkäfige gebracht wurden. Bloß Julm, ihn ließen sie bei sich. Er redete mit ihnen, doch sie schienen ihm nicht zuzuhören. Dann sagte Julm: „Sie denken, ihr hättet mich verzaubert, dass ich euch verteidige. Sie meinen, ich wurde von euch gefangen genommen. Doch wurde ich von einem anderem Stamm verbannt…“ Der Goblin, der am größten war und ein Fell von einem Tier, das Zerranoun noch nie gesehen hatte, trat vor. Es schrie etwas, was sie nicht verstanden.  Dann sagte Julm: „Für eure dämonischen Taten an einem unserer Angehöriger werdet ihr getötet, damit er von euren Zaubern befreit wird! Sagt er zumindest. Nun ja, er will euch morgen töten.“ Dann führten sie Julm weg.
„Wie wollen sie eigentlich merken, wann Tag und wann Nacht ist?“ fragte Zerranoun. Da erklärte Îomes: „Vielleicht haben sie einen Weg nach oben gefunden. Aber wir konnten bisher nie einen solchen benutzen, da sie durch irgendeinen Glauben meinen, sie müssten jene immerzu verteidigen. Oder aber auch, sie haben einen Schamanen, die können durch irgendeinen Zauber geradezu die Natur spüren. Damit haben sie sozusagen eine lebendige Uhr.“
„Aber da ist eine Chance, dass wir vielleicht an die Oberfläche kommen können?“
„Ja, aber wir haben ein versprechen gegeben.“ Er blickte zu Krel’tharak. Er hatte sie ganz vergessen. Als er Gulaithrenai blickte, dachte er an die magischen Kräfte, die nun in ihm erwacht waren. Und vielleicht war es auch so, dass sie stärker waren. Er versuchte sich auf das Holz zu konzentrieren. Er konzentrierte sich nur darauf, dass diese großen Pfähle zerschnitten wurden. Dann wurde es um seinen Finger warm. Es war, als wäre das ein Feuer, doch es breitete sich nicht aus. Es war wie ein Messer, das durch Butter schnitt. So durchtrennte er spielend leicht die Pfähle, die für seine Gefangenschaft ohne Magie gereicht hätte. Außerdem durchtrennte er damit die Pfähle der Anderen. Gulaithrenai fragte leise: „Wie hast du das gemacht?“
„Ich hab mir einfach vorgestellt, die Pfähle zu zerschneiden. Und dann wurde mein Finger irgendwie rot, doch anscheinend war es nichts schlimmes, denn es ist weg.“
„Weißt du, für so etwas braucht man eigentlich Jahre des Trainings. Und du sagtest ja, sie wären nicht vorhanden. Weißt du, ich hätte das selbst getan, aber ich beherrsche den Zauber auch nicht… Du bist ein wahres Naturtalent.“

 

28.2.05 17:13

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